Ein dichter Rasen braucht Luft zum Atmen. Vertikutieren entfernt Moos, Rasenfilz und abgestorbene Pflanzenteile – Ein gesunder, dichter Rasen ist der Stolz vieler Gartenbesitzer:innen. Doch selbst die beste Rasenpflege reicht nicht aus, wenn sich im Laufe der Zeit Moos, Filz und abgestorbene Pflanzenreste im Gras ansammeln. Diese Schicht behindert die Sauerstoffaufnahme und das Wachstum – der Rasen „erstickt“ regelrecht. Abhilfe schafft das Vertikutieren, ein wichtiger Schritt in der Rasenpflege, der deinen Garten wieder in Schwung bringt.
1. Warum vertikutieren so wichtig ist
Im Laufe des Jahres sammeln sich feine Pflanzenreste, abgestorbene Grashalme und Moos zwischen den Halmen an. Diese Schicht nennt man Rasenfilz. Sie wirkt wie eine Barriere, durch die Wasser, Luft und Nährstoffe nur schwer an die Wurzeln gelangen. Die Folge: Der Rasen verliert an Dichte, wächst ungleichmäßig und wird anfälliger für Krankheiten.
Beim Vertikutieren wird der Boden leicht angeritzt, um diesen Filz zu entfernen und die Graswurzeln zu belüften. Das sorgt für bessere Nährstoffaufnahme und kräftigeres Wachstum.
2. Der ideale Zeitpunkt im Frühjahr
Die beste Zeit zum Vertikutieren ist das Frühjahr, etwa von Anfang April bis Mitte Mai. Dann beginnt das Gras aktiv zu wachsen und kann sich nach dem Eingriff schnell erholen. Wichtig ist, dass der Boden nicht zu nass und die Temperatur bereits über 10 °C liegt.
Tipp: Warte etwa zwei Wochen nach der ersten Düngung, bevor du vertikutierst – so hat der Rasen genug Kraft für die Regeneration.
3. Auch im Herbst möglich
Ein zweiter, sanfter Vertikutiervorgang kann im September sinnvoll sein, besonders wenn dein Rasen stark beansprucht wurde oder viel Moos zeigt. Danach sollte jedoch unbedingt eine Herbstdüngung erfolgen, um die Gräser vor dem Winter zu stärken.
4. So gehst du richtig vor
- Rasen mähen: Kürze die Fläche auf etwa 3–4 cm.
- Vertikutieren: Führe das Gerät gleichmäßig in Längs- und Querrichtung über den Rasen. Achte darauf, nicht zu tief zu schneiden – 2–3 mm genügen.
- Abharken: Entferne das ausgerissene Moos und Schnittgut gründlich.
- Nachsäen & düngen: Bei kahlen Stellen kannst du eine Rasenreparaturmischung ausbringen und anschließend mit einem hochwertigen Rasendünger von Seedly nachhelfen.
- Bewässern: Halte die Fläche in den nächsten Tagen gleichmäßig feucht.
5. Fehler, die du vermeiden solltest
- Nicht zu oft vertikutieren: Ein- bis zweimal pro Jahr reicht völlig aus.
- Nicht bei Trockenheit oder Frost: Das stresst die Gräser und führt zu Schäden.
- Nicht zu tief schneiden: Zu tief eingestellte Messer zerstören die Wurzeln.
6. Fazit
Vertikutieren ist ein unverzichtbarer Teil der Rasenpflege, wenn du einen dichten, widerstandsfähigen und gleichmäßig grünen Rasen möchtest. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, optional auch der Frühherbst. Mit der richtigen Technik, hochwertigem Rasensaatgut und einem angepassten Düngemittel von Seedly förderst du die Gesundheit deines Rasens langfristig.
So wird dein Garten nicht nur optisch zum Highlight, sondern bleibt das ganze Jahr über vital und pflegeleicht.